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Aktualisiert: vor 3 Stunden 9 Minuten

Oranjes Damen nach Galavorstellung erneut Weltmeister

5. August 2018 - 19:27

Rekordchampion Niederlande hat bei der Hockey-WM der Damen in London durch eine erfolgreiche Titelverteidigung sein achtes WM-Gold gewonnen.

"Oranje" fertigte im Endspiel Überraschungsfinalist Irland mit 6:0 (4:0) ab. Bronze ging an Deutschlands Viertelfinal-Bezwinger Spanien durch ein 3:1 (2:0) gegen Ex-Weltmeister Australien. 

Das deutsche Team wartet nach dem 0:1 in der Runde der besten Acht gegen Spanien seit 20 Jahren auf eine WM-Medaille. In London waren die Olympia-Dritten in der Vorrunde durch Erfolge gegen Südafrika (3:1) sowie Argentinien (3:2) und im ersten Duell mit Spanien (3:1) als Gruppensieger ins Viertelfinale eingezogen.

Die Niederlande hatten im Halbfinale die Neuauflage des WM-Endspiels der vorherigen Endrunde gegen Australien mit 3:1 im Penaltyschießen für sich entschieden. Irland war ebenfalls durch einen Erfolg im Penaltyschießen gegen Spanien (3:2) zum ersten Mal in ein WM-Finale eingezogen.

Penalty-Krimis! Irland und Niederlande im WM-Finale

4. August 2018 - 21:41

Rekordweltmeister und Top-Favorit Niederlande sowie Überraschungsteam Irland bestreiten das Finale der Hockey-WM der Frauen in London. Die Niederländerinnen, die auch Titelverteidiger sind, gewannen die Neuauflage des letztjährigen Endspiels gegen Australien mit 3:1 im Penaltyschießen. Nach 60 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Den entscheidenden Penalty verwandelte Lidewij Welten.

Beide Spiele im Penaltyschießen entschieden

Im zweiten Halbfinale setzten sich die Irinnen ebenfalls im Penaltyschießen gegen Deutschland-Bezwinger Spanien durch. Gillian Pinder brachte ihrer Mannschaft nach einer dramatischen Entscheidung als zwölfte Schützin den erlösenden 3:2-Sieg. Nach der regulären Spielzeit stand ein 1:1 zu Buche. Spanien hatte im Viertelfinale die DHB-Auswahl mit 1:0 aus dem Turnier geworfen.

Im Endspiel am Sonntag (ab 17.30 Uhr im LIVETICKER) greifen die Niederländerinnen nach ihrem achten WM-Titel. Für Irland ist es das erste WM-Finale überhaupt. Zuvor bestreiten Spanien und Australien um 15.00 Uhr das Spiel um Platz drei.

Irlands Damen lösen erstmals WM-Halbfinalticket

2. August 2018 - 22:56

Die Hockey-Damen aus Irland haben bei der WM in London das Halbfinalticket gelöst.

Der Weltranglisten-16. gewann am Donnerstagabend sein erstes WM-Viertelfinale der Geschichte gegen Indien mit 3:1 (0:0) nach Penaltyschießen und trifft am Samstag (17.30 Uhr) auf den Deutschland-Bezwinger Spanien.

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Die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) hatte das Viertelfinale gegen die Südeuropäerinnen am Mittwochabend knapp mit 0:1 verloren und damit die Chance verpasst, nach der ersten WM-Medaille seit 20 Jahren zu greifen.

Niederlande werfen Gastgeber raus

Rekordweltmeister Niederlande schaltete Olympiasieger und Gastgeber England am Donnerstag mit 2:0 (1:0) aus und bestreitet das erste Halbfinale gegen Australien.

Medaillen-Traum der Hockey-Damen bei WM geplatzt

1. August 2018 - 20:49

Die deutschen Hockey-Frauen sind bei der WM in London bereits im Viertelfinale gescheitert. Das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger unterlag Spanien in einer dramatischen Begegnung durch einen spektakulären Treffer von Carmen Cano (54.) mit 0:1 (0:0) und musste damit die Hoffnung auf die erste WM-Medaille seit 20 Jahren begraben.

"Ich bin sauer, dass ich nicht im Vorhinein erkannt habe, dass die Mannschaft scheinbar unter mehr Druck gestanden hat, als ich dachte", sagte Bundestrainer Xavier Reckinger: "Wir haben nicht wirklich unser Spiel gespielt und unsere Chancen nicht genutzt. Es ist einfach super enttäuschend."

Spanien agiert aus starker Defensive

Die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) startete druckvoll, Spanien wirkte dagegen ideenlos. Doch das Team um Kapitänin Janne Müller-Wieland blieb in seiner Chancenverwertung zu harmlos und wurde zunehmend nervös.

Die Bälle hoppelten über den Schläger, Pässe landeten außerhalb der Reichweite des Empfängers oder knallten in die Vorhand des Gegners. Die bislang so überzeugende Konsequenz in der Offensive fehlte, drei Strafecken konnten nicht verwertet werden.

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Auch in der zweiten Halbzeit stand Spanien zunächst defensiv und versuchte, das deutsche Spiel vor allem mit viel Körpereinsatz zu zerstören, während die DHB-Frauen immer wieder auf den gegnerischen Schusskreis anliefen.

"Wir wussten ganz genau, wie eklig sie verteidigen", sagte Torjägerin Charlotte Stapenhorst: "Wenn man aber kein Tor macht, dann verliert man in der K.o-Runde eben".

Es fehlte an der letzten Präzision, mit zunehmender Spieldauer setzten die Spanierinnen immer wieder Nadelstiche, die Cano mit dem Siegtor krönte. Ausgerechnet Müller-Wieland, die zuvor noch viele brenzlige Bälle herausgefischt hatte, fälschte einen Ball hoch vor das eigene Tor ab, den die zuletzt schwache Spanierin Cano ins Netz hämmerte. 

Zweites Aufeinandertreffen innerhalb von fünf Tagen

Deutschland war mit einem mentalen und physischem Vorteil in das zweite Duell mit den Südeuropäerinnen binnen fünf Tagen gestartet. Denn in der Vorrunde hatte der Olympia-Dritte die Spanierinnen 3:1 geschlagen und ließ ohnehin in den drei Spielen der Gruppenphase keine Punkte liegen. 

So war die Mannschaft als Gruppenerster automatisch ins Viertelfinale eingezogen und verschaffte sich damit drei Regenerationstage. Die Südeuropäerinnen hatten sich als Drittplatzierter der Gruppe C unterdessen noch in einem Überkreuz-Duell mit Belgien am Montagabend für die Runde der letzten Acht qualifizieren müssen.

Doch obwohl die Stimmung im Team vorab locker und gelöst war, ließen sich die starken Leistungen in der Vorrunde nicht auf das erste K.o.-Spiel übertragen. Die Spanierinnen hingegen hatten ihre Hausaufgaben gemacht und am Ende das Quäntchen Glück auf ihrer Seite.

 
    
 
    

Hockey-Damen um Abwehr-Ass Oruz träumen vom WM-Titel

1. August 2018 - 17:26

Für die deutschen Hockey-Damen wird es am Mittwoch ernst. Ab 19 Uhr (im LIVETICKER) muss das Team von Trainer Xavier Reckinger bei der WM in London im WM-Viertelfinale gegen Spanien antreten.

Bereits in der Gruppenphase trafen beide Teams aufeinander – Deutschland siegte 3:1. Ein wichtiger Baustein im Team ist Abwehrspielerin Selin Oruz. Die Olympiadritte gehört trotz ihrer erst 21 Jahren schon zu den Erfahrenen im Team. (DATENCENTER: Die Tabelle)

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Im SPORT1-Interview spricht die Deutsch-Türkin über die Ziele der deutschen Mannschaft, ihre Rolle als Verteidigerin und die Vereinbarkeit von Sport-Karriere und Medizin-Studium. Außerdem äußert sich Oruz zur Rassismus-Debatte um Mesut Özil.

SPORT1: Was erwarten Sie für das Viertelfinale gegen Spanien?

Oruz: "Wir freuen uns, dass wir noch einmal gegen einen Gegner spielen dürfen, den wir bereits geschlagen haben. Aber im Prinzip war uns unser Gegner ohnehin egal. Das Viertelfinale ist ein K.o.-Spiel und damit ein anderes Kaliber als ein Gruppenspiel, bei dem es um nicht ganz so viel geht. Wir denken nicht, dass das Spiel gegen Spanien ein Selbstläufer wird, nur weil wir sie bereits geschlagen haben. Spanien überzeugt durch gute Defensivarbeit. Natürlich nehmen wir sie so ernst wie jedes andere Team. Für uns ist es dennoch schön zu wissen, dass wir Spanien schlagen können, wenn wir unsere Leistung abrufen."

SPORT1: Wie groß sind die Chancen auf einen Halbfinal-Einzug?

Oruz: "Wir haben uns genügend Selbstvertrauen erspielt, dennoch ist es nicht immer einfach zu sagen: "Wir bringen einfach unsere Leistung". Dafür muss vieles stimmen, jeder muss seinen Job machen. In einem K.o.-Spiel in einem großen Stadion spielen viele andere Faktoren eine Rolle, beispielsweise Aufregung. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir eine große Chance auf das Halbfinale haben, wenn wir an einem Strang ziehen."

SPORT1: Welches Ziel hat sich Ihr Team bei der WM gesetzt?

Oruz: "Vor dem Turnier haben wir ganz klar gesagt, dass wir so weit wie möglich kommen wollen. Natürlich träumt man immer vom ganz großen Titel, aber intern wollen wir dennoch von Spiel zu Spiel schauen. Für uns ist es ein großes Geschenk gewesen, dass wir durch unseren Gruppensieg das Achtelfinale umgehen konnten. Es ist alles möglich, dennoch sind wir nicht naiv und denken an das Finale, wenn wir noch nicht einmal das Viertelfinale gewonnen haben."

SPORT1: Worauf kommt es im Viertelfinale an?

Oruz: Der Teamspirit ist das Wichtigste, das haben wir bisher auch schon gezeigt. Wir müssen als Team performen, jeder muss für jeden kämpfen. Wir müssen uns über den Defensiv-Kampf in das Spiel arbeiten, um uns dann mit Toren belohnen zu können. Wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, dann macht uns das stark. Auch gegen Spanien wird das entscheidend sein."

SPORT1: Die Vorrunde haben die deutschen Damen ungeschlagen als Gruppensieger beendet. Hat das einen Flow ausgelöst?

Oruz: "Ich denke schon. Besonders nach dem Argentinien-Spiel waren wir schon in einer Art Rausch. Wir waren so froh und erleichtert den vermeintlich Gruppenstärksten geschlagen zu haben. Wir waren im Flow, haben uns total gefreut. Wir sind durch die Erfahrung der letzten Jahre auch nicht mehr naiv. Wir haben uns zwar eine super Ausgangslage erarbeitet, dennoch wissen wir, dass uns mit Beginn des Viertelfinales der Gruppensieg nichts mehr bringt. Wir müssen uns jetzt jeden Sieg wieder erarbeiten. Das bisherige Turnier hat uns dennoch ein gutes Gefühl gegeben."

SPORT1: Welches Team ist bei der WM die größte Hürde?

Oruz: Unser Halbfinal-Gegner kann nicht Holland sein, das ist ein großer Vorteil. Wir haben aber keinen Lieblingsgegner. (SERVICE: Der Spielplan der Hockey-WM)

SPORT1: In einem Interview haben Sie sich selbst als "garstige Verteidigerin" bezeichnet. Warum?

Oruz: "Der Ausdruck ist von meinen Mitspielerinnen gekommen, ich würde das aber unterstreichen. Ich versuche immer sehr präsent in den Zweikämpfen zu sein. Ich bin und will für die Gegner unangenehm sein. Wenn man gegen mich spielt, dann soll man einen kleinen Ellenbogen in der Seite spüren oder zumindest merken, dass ich gerade am ackern und arbeiten bin."

SPORT1: Sie studieren neben der Karriere als Hockey-Spielerin Medizin. Wie lässt sich beides vereinbaren?

Oruz: "Das ist überhaupt nicht einfach. Ich merke in der Uni und beim Studium selbst, dass relativ wenig Rücksicht darauf genommen wird, ob ich bei Olympia dabei war oder eine Medaille gewonnen habe. Manche Dozenten haben zwar durchaus Verständnis, aber das ist eine Rarität. Es ist zwar alles nicht einfach, aber es macht dennoch viel Spaß. Dafür nimmt man die Strapazen gerne auf sich. Ein Studium in Regelstudienzeit ist dennoch unmöglich. Alleine bei Olympia war ich mehrere Wochen weg, da verpasst man viel zu viel. Die Sporthilfe und das Deutsche-Bank-Stipendium sind mir aber eine große Hilfe. Ich persönlich möchte so schnell wie möglich weiterkommen und mein Studium beenden. Wenn man aber große Turniere spielen möchte und seinen Trainingsalltag normal gestalten will, dann ist es unmöglich, schnell fertig zu werden."

SPORT1: Haben Sie neben Sport und Studium Zeit für Hobbys?

Oruz: "In diesem Sinne nicht. Für mich ist die Zeit mit Freunden und Familie besonders. Es ist enorm wichtig zu wissen, dass es einen Tag in der Woche gibt, an dem ich diese Menschen sehen kann. Das würde ich als mein Hobby bezeichnen. Ansonsten bleibt kaum Zeit."

SPORT1: Sie sind 21, haben Olympia-Bronze gewonnen und spielen bei der WM. Welche Ziele haben Sie noch in Ihrer sportlichen Karriere?

Oruz: "Für mich ist es einfach spannend zu sehen, wie man sich von Turnier zu Turnier, bzw. von Jahr zu Jahr persönlich weiterentwickelt. Olympia war für mich das größte sportliche Event überhaupt, aber da war ich noch sehr jung und alles war neu. Mit jedem Jahr erlebt und erfährt man sich selbst anders. Ich habe kein direktes Ziel, ich lebe von Lehrgang zu Lehrgang, mir macht das Spiel einfach Spaß und ich sehe gerne meine Fortschritte. Ich persönlich will bis Tokio 2020 voll in der Nationalmannschaft spielen."

SPORT1: In den letzten Wochen hat die Debatte um Mesut Özil viel Wirbel verursacht. Sie sind Deutsch-Türkin, sprechen aber nicht fließend türkisch. Wie stehen Sie zu der Thematik?

Oruz: "Um diese Debatte kam man kaum herum, ich habe aber keine explizite Meinung dazu. Mein Papa ist türkischer Abstammung, mein Bruder und ich sind aber sehr deutsch aufgewachsen, deswegen habe ich da kaum Überschneidungspunkte. Weder mein Bruder (Timur Oruz, Hockey-Nationalspieler, Anm. d. Red.) noch ich haben irgendwelche negativen Erfahrungen mit Rassismus gemacht. Bei uns zuhause ist es kaum Thema. Ich habe mich nie falsch behandelt gefühlt und hatte auch nie einen Konflikt mit meiner deutsch-türkischen Abstammung oder anderen rassistischen Themen."

Traum vom WM-Titel lebt! Hockey-Frauen wollen ins Halbfinale

1. August 2018 - 11:46

Beim Training seiner "Danas" schnappte sich Hockey-Bundestrainer Xavier Reckinger kurzerhand ein paar Bälle und lieferte zusammen mit Co-Trainer Florian Keller eine zirkusreife Jonglier-Einlage ab.

Vor dem WM-Viertelfinale in London ist die Stimmung bei Reckinger und den deutschen Spielerinnen gelöst. "Wir sind der Favorit. Damit haben wir aber auch kein Problem", sagte der 34 Jahre alte Coach dem SID.

Bundestrainer nimmt Favoritenrolle an

Mit viel Selbstvertrauen geht seine Mannschaft in den Kampf um das Halbfinalticket am Mittwoch (ab 19.00 Uhr im LIVETICKER) gegen Spanien - die erste WM-Medaille seit 20 Jahren scheint in Reichweite. "Wir haben den mentalen und den physischen Vorteil auf unserer Seite", sagt Reckinger vor dem zweiten Duell mit den Südeuropäerinnen binnen fünf Tagen (SERVICE: Das WM-Viertelfinale im Überblick).

Das Team des Belgiers schlug Spanien schon in der Gruppenphase mit 3:1 und ließ bislang ohnehin in drei Spielen in der Vorrunde keine Punkte liegen. Zudem mussten sich die Südeuropäerinnen als Drittplatzierter der Gruppe C noch in einem Überkreuz-Duell mit Belgien, Zweiter der Gruppe D, für die Runde der letzten Acht qualifizieren. Dabei wirkte Spanien müde und löste nach einer torlosen regulären Spielzeit nur mühsam im Penaltyschießen das Viertelfinalticket (3:2).

(Die Hockey-WM der Damen LIVE bei DAZN - Jetzt kostenlosen Test-Monat sichern!)

DHB-Damen gehen ausgeruht in Duell

Die Deutschen hatten hingegen drei Tage Pause. Als einzige Mannschaft, die ein zentrales Hotel mit Blick auf die Tower Bridge bezogen hat, konnte das Team "mental zur Ruhe kommen". Jetzt heißt es aber wieder: Schalter umlegen und auf "Hockey fokussieren", so Reckinger.

Das gelang Kapitänin Janne Müller-Wieland und Co. bisher hervorragend. Der Olympia-Dritte lieferte neben Rekordweltmeister Niederlande die bisher überzeugendste Leistung an der Themse ab. So wuchs Deutschland nach dem Pflichtsieg zum Auftakt gegen Südafrika (3:1) beim 3:2 über Topfavorit Argentinien stellenweise über sich hinaus und überzeugte auch gegen Spanien mit Kampfgeist, Engagement und individueller Klasse.

Erster WM-Titel seit 1998 scheint möglich

Das starke Kollektiv aus jungen, aber bereits turniererfahrenen Spielerinnen lässt Hoffnungen auf die erste Medaille nach WM-Bronze 1998 aufkommen - sogar der erste WM-Titel seit 1981 scheint im Bereich des Möglichen. Doch zunächst muss die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) die Hürde Viertelfinale nehmen.

Die Zahlen sprechen dabei für den Weltranglistensechsten. Die letzte Medaille für Spanien bei einem großen Turnier liegt bereits 15 Jahre zurück (EM-Silber 2003). Bei Weltmeisterschaften ging man bislang leer aus. Dennoch ist der Olympiasieger von 1992 immer ein unangenehmer Gegner: quirlige Spielerinnen, die aggressiv verteidigen und auf schnelles Konterspiel setzen.

So können Sie Deutschland - Spanien bei der Hockey-WM live verfolgen:

LIVESTREAM:DAZN

LIVETICKER:SPORT1.de

Hockey-Damen im WM-Viertelfinale erneut gegen Spanien

30. Juli 2018 - 20:53

Die deutschen Hockey-Damen treffen bei der WM in London im Kampf um den Halbfinaleinzug erneut auf Spanien.

Am Montagabend setzte sich der Drittplatzierte aus der deutschen Gruppe C im Überkreuz-Duell gegen Belgien, Zweiter der Gruppe D, mit 3:2 (0:0) nach Penaltyschießen durch, nachdem in der regulären Spielzeit kein Tor gefallen war.

Hockey-Damen im Viertelfinale erneut gegen Spanien

Mit dem Sieg qualifizierten sich die Spanierinnen für das Viertelfinale, wo sie am Mittwoch (ab 19 Uhr im LIVETICKER) wieder auf das deutsche Team von Bundestrainer Xavier Reckinger treffen.

(Die Hockey-WM LIVE bei DAZN - jetzt kostenlosen Testmonat sichern)

Der Olympia-Dritte war mit drei Siegen aus drei Spielen als Gruppensieger automatisch ins Viertelfinale eingezogen und umging den Umweg über die Playoff-Runde. Deutschland hatte Spanien am Samstag im letzten Gruppenspiel mit 3:1 geschlagen. Alle Zweit- und Drittplatzierten der vier Vorrundengruppen müssen zunächst in Überkreuz-Duellen um den Einzug in die Runde der letzten Acht kämpfen. 

Deutscher Erzrivale trifft auf Australien

Im Anschluss an den spanischen Erfolg hatte mit Argentinien ein weiterer deutscher Gruppengegner gegen Neuseeland mit 2:0 (1:0) das Viertelfinalticket gelöst. Der zweimalige Weltmeister trifft ebenfalls am Mittwoch (21.15 Uhr) auf Australien.

Deutschland gewinnt Vier-Nationen-Turnier

29. Juli 2018 - 13:33

Die deutschen Hockey-Herren haben das Vier-Nationen-Turnier in Düsseldorf gewonnen. Zum Abschluss am Sonntag reichte dem Team des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) ein 3:3 (2:2) gegen Olympiasieger Argentinien.

Beide Mannschaften hatten ihre vorangegangenen Spiele gewonnen, Deutschland sicherte sich Platz eins durch das deutlich bessere Torverhältnis.

Vor über 1000 Zuschauern auf der Anlage des Düsseldorfer HC trafen Mats Grambusch (16.), Johannes Große (20.) und Timm Herzbruch (37.) in einem spannenden und hochklassigen Spiel. Die Tore für die Argentinier schossen Martin Ferreiro (14.), Guido Barreiros (23.) und Joaquin Menini (32.).

Zuvor hatte sich die DHB-Auswahl mit 4:0 gegen Irland durchgesetzt und Frankreich mit 6:1 geschlagen. Das Turnier war das letzte in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Bhubaneswar/Indien (28. November bis 16. Dezember).

Für die Nationalspieler steht nun zunächst der Liga-Alltag an, es folgen zudem noch drei Lehrgänge mit einigen wenigen Testspielen. Die genaue Anzahl sowie die Gegner sind noch nicht bekannt.  

Hockey-Frauen ziehen ins WM-Viertelfinale ein

28. Juli 2018 - 14:33

Das erste Etappenziel ist erreicht: Die deutschen Hockey-Frauen haben bei der WM in London den Gruppensieg gefeiert und das direkte Viertelfinalticket gelöst. Das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger gewann auch das letzte Vorrundenspiel gegen Spanien 3:1 (1:1).

Als Erster der Gruppe C umgeht die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) das Achtelfinale und steht bereits in der Runde der letzten Acht. (DATENCENTER: Die Tabelle)

"In Sachen Physis ist es sicher ein Vorteil, dass wir dann ein Spiel weniger in den Knochen haben als der Viertelfinalgegner – wer auch immer es ist", sagte Reckinger. 

(Die Hockey-WM im LIVETICKER auf SPORT1 und alle Partien LIVE bei DAZN - jetzt kostenlosen Testmonat sichern)

"Natürlich war es unser Ziel, zu gewinnen, aber hier ist kein Spiel einfach. Normalerweise treffe ich nicht so oft. Ich freue mich total, das ich das Tor gemacht habe", ergänzte Torschützin Selin Oruz: "Ich bin einfach stolz auf mein Team, dass wir das so umgesetzt haben."

Im Lee Valley Hockey Centre erzielte Anne Schröder (5.) das erste Strafeckentor der deutschen Mannschaft im Turnier. Kurz vor der Hälfte glich Xantal Gine (30.) für Spanien ebenfalls per Strafecke aus. Doch Oruz (37.) brachte Deutschland mit ihrem ersten Länderspiel-Tor erneut in Führung, Viktoria Huse (40.) erzielte den Endstand. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Deutschlands "Eckenfluch" besiegt

Der "Eckenfluch" war durch den ersten Treffer endlich gebannt. Bei der insgesamt siebten Strafecke der Deutschen im WM-Turnier schlenzte Schröder den Ball nach einer Variante ins Netz, die neunte setzte Huse punktgenau ins rechte Eck. 

"Ecken sind einfach eine Trainingssache", sagte Reckinger in der Halbzeit. Dieses Training hatte sein Team in die bisherigen Partien nicht umsetzen können: In den ersten beiden Gruppenspielen hatten die Deutschen sechs der großen Torchancen ungenutzt gelassen.

Nach dem frühen Tor nahm Deutschland das Ruder in die Hand und presste Spanien tief in die eigene Hälfte. Doch wenn es die Gegnerinnen einmal auf die deutsche Seite schafften, wurde es brandgefährlich. Die DHB-Frauen schafften es durch eine starke Defensive jedoch, die brenzligen Kreisszenen zu entschärfen. Spanien durfte nur einmal jubeln.

Nach dem Wiederanpfiff drehte der Olympiasieger von 1992 noch einmal auf, nach der erneuten Führung ließ das Team um Kapitänin Janne Müller-Wieland allerdings nichts mehr zu. 

Viertelfinalgegner steht noch nicht fest

Durch den Erfolg gegen die Südeuropäerinnen, den Auftaktsieg gegen Südafrika (3:1) und den Überraschungscoup gegen den zweimaligen Weltmeister Argentinien (3:2) ließen die Olympia-Dritten in der Vorrunde keine Punkte liegen.

Das Viertelfinale hatte sich Reckingers Team zum Mindestziel der WM gesetzt. Der Gegner für das nächste Spiel am Mittwoch (ab 19.00 Uhr LIVE bei DAZN) wird am Montag ermittelt.

Zweiter WM-Sieg: DHB-Damen machen Achtelfinale klar

25. Juli 2018 - 20:41

Die deutschen Hockey-Damen haben bei der WM in London vorzeitig das Achtelfinalticket gelöst.

Das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger bezwang den zweimaligen Weltmeister Argentinien mit einer starken kämpferischen Leistung mit 3:2 (3:2) und wahrte damit zudem die Chance auf den Gruppensieg und den damit verbundenen direkten Viertelfinaleinzug.

"Man hat gesehen, dass Argentinien Angst vor uns hatte. Und das ist eine gute Erkenntnis, wenn einer der Turnierfavoriten so großen Respekt vor uns hat", sagte Reckinger. 

"Unser Ziel war es mutig zu sein und unser Spiel durchzuziehen. Es hat sich am Ende angefühlt wie ein Finale", ergänzte Kapitänin Janne Müller-Wieland bei DAZN: "In der Vergangenheit haben wir oft defensiv nicht so gut gestanden, das war heute besser."

Stapenhorst in Torlaune

In der Arena im Queen Elizabeth Olympic Park sorgte Hannah Gablac (6.) für die frühe Führung der DHB-Damen. Doch Florencia Habif (15.) vom Bundesligisten Mannheimer HC glich mit einem Stechertor per Strafecke für die "Las Leonas" aus. Die Antwort folgte durch Charlotte Stapenhorsts Doppelpack (20., 25.), Maria Ortiz (30.) konnte nur noch verkürzten.

Mit dem Erfolg gegen die Südamerikanerinnen hat der Olympia-Dritte nun sechs Punkte auf dem Konto und sicherte sich damit mindestens Platz drei in der Gruppe C (DATENCENTER: Die Tabelle). 

Nach dem Auftaktsieg gegen Südafrika (3:1) und einem Erfolg zum Abschluss am Samstag (13 Uhr) gegen Spanien könnte die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) den Gruppensieg perfekt machen. Der Gruppenzweite oder -dritte muss zunächst eine Art Achtelfinale spielen. Der Vierte scheidet aus dem Turnier aus.